Rafael Sunke engagiert sich seit 2004 in der offenen Jugendarbeit beim Jugendwerk Rheine. Er leitet den „Keller“ im Stadtteil Südesch und ist ebenfalls viel Zeit im Jugendtreff „Underground“ im Schotthock aktiv. Für Rafael Sunke sind die Jugendeinrichtungen in den Stadtteilen weit mehr als nur Freizeitorte – sie sind wichtige Räume, in denen Kinder und Jugendliche sich akzeptiert fühlen, sich austoben und mit anderen treffen können. Denn allzu oft ist Zuhause der Platz knapp. Gemeinsam mit dem Team organisiert Rafael Sunke regelmäßig Aktivitäten. Diese reichen von Ausflügen in die Soccer- oder Trampolinhalle bis hin zu mehrtägigen Jugendfahrten nach Hamburg oder Berlin. Auch beim Ludgerusfest oder Veranstaltungen im Walshagenpark beteiligt sich der Jugendtreff. Aktuell wird zudem an einem neuen Kinder- und Jugendförderungsplan der Stadt mitgearbeitet.
Den Schotthock erlebt Rafael Sunke als Stadtteil mit großem Zusammenhalt, aber auch mit großen Herausforderungen und sozialen Unterschieden. Besonders ist das Nebeneinander unterschiedlichster Lebenswelten – Familien mit und ohne Migrationsgeschichte, Patchwork-Familien, traditionelle Familien und Alleinerziehende machen den Schotthock vielfältig.
Auch wenn Rafael Sunke seine Arbeit als sehr wertvoll empfindet, hat er dennoch Wünsche an die Zukunft. Denn neben den Jugendtreffs fehlt es in der Stadt insgesamt an Möglichkeiten für Jugendliche. Vor allem fehlt es an Plätzen, an denen Jugendliche sich auch abends treffen können – und hier auch erwünscht sind. Wünschen würde sich Rafael Sunke verlängerte Öffnungszeiten, um den Bedarf wirklich decken zu können. Dafür braucht es aber mehr Personal. Nur mit langfristigen Ansprechpersonen kann wirklich Vertrauen und eine langfristige Beziehungen zu den Kindern und Jugendlichen im Treffpunkt aufgebaut werden.